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Der Abstieg ist besiegelt

am . Veröffentlicht in Hallensaison 2016/17

Der TV Stammheim verliert seine Spiele in Pfungstadt (0:5) und Offenburg (3:5) und steht somit als Absteiger fest.

Klar war Spielern und Verantwortlichen bereits im Vorfeld, dass es in Pfungstadt nichts zu holen geben würde. Dennoch wollte man mutig wie im Hinspiel agieren, um trotz der zweifellosen Überlegenheit des Gegners zumindest mit der Gewissheit die Halle zu verlassen, alles in der eigenen Macht stehende unternommen zu haben.

Absolut enttäuschend jedoch wurde dieses Ziel verpasst und in den ersten beiden Sätzen präsentierte sich Stammheim eher wie ein Gauligist. Harmlose Angaben wechselten sich mit direkten Angabenfehlern ab und für Pfungstadt war es ein leichtes jede Stammheimer Spieleröffnung durch ein direkt gespieltes Zuspiel und einen Boden-Wand-Ball zu erwidern. Wie einseitig die ersten beiden Sätze verliefen spiegelt sich nicht nur im Ergebnis von jeweils 1:11 wider - Stammheim schrammte nur haarscharf an der Höchststrafe vorbei - sondern auch am Umstand, dass TVS-Mittelmann Jan Ehrhardt nicht eine einzige Ballaktion zu verzeichnen hatte.

Erst ab Satz Nummer drei und nach einem personellen Wechsel kam Stammheim etwas mehr im Spiel an. Zwar manifestierte Patrick Thomas seine Ausnahmestellung mit jedem erfolgreich abgeschlossenem Angriff (und kaum ein Angriff wurde nicht erfolgreich abgeschlossen) und Stammheim seine limitierte Spielanlage mit jeder Angabe, dennoch lauteten die Ergebnisse der Sätze drei bis fünf deutlich erträglicher 7:11, 5:11, 8:11.

Mit der Niederlage in Pfungstadt und dem gleichzeitgen Sieg Käfertals in Unterhaugstett war der Stammheimer Abstieg nun auch rechnerisch besiegelt und die Partie in Pfungstadt hatte - auch wenn sie natürlich nicht als Gradmesser dienen darf - nochmals klar die Defizite Stammheims aufgezeigt.

Mit einer langen Ansprache begrüßte Teammanager Alwin Oberkersch das Team am Sonntag in der Halle in Offenburg, um bereits vor den letzten beiden Partien der aktuellen Saison die Marschroute für die kommenden Saisons anzureißen. Auf dem Spielfeld zeigte Stammheim dann wieder seine bessere Seite und präsentierte sich wach und angriffslustig. Im ersten Satz musste man den etwas abgeklärter spielenden Gegner zwar mit 7:11 ziehen lassen, doch in den folgenden Sätzen gewann Stammheim mit 11:9 und 11:3 und ging mit einer 2:1 Satzführung in die Pause. Auch im vierten Satz agierte Stammheim zunächst stark, ließ gegen Satzende am mehr und mehr Chancen ungenutzt, worauf Stammheim beim Stand von 8:8 mit der Einwechslung von Max Gayer reagierte, der Ueli Reißer etwas entlasten sollte, Reißner rutschte auf die Position Vorne Rechts.

Knapp verfehlte die Maßnahme ihr Ziel, denn Offenburg sicherte sich mit 10:12 den Satzausgleich. Auch im folgenden Satz zeigte sich das neue Angriffsduo nicht als wirkungsvoll genug und beim Stand von 1:5 verließ Reißner das Feld. Offenburg zog weiter unbeeindruckt sein Spiel durch und erst kurz vor Satzende konnte Stammheim noch ein wenig Ergebniskorrektur betreiben: 5:11.

Stammheim wechselte zurück auf die ursprüngliche Besetzung mit Ueli Reißner als alleinigem Angreifer. Einem knappen 9:11, das Offenburg auf 2:4 in Satzführung brachte ließ Stammheim im siebten Satz einen deutlichen Satzgewonn folgen. Beim 11:3 griffen alle Rädchen im Stammheimer Spiel ineinander und in Serie wurden gut vorgetragene Angriffe abgeschlossen. Weiter setzte sich allerdings der Trend des nachlassenden Angabendrucks fort, wodurch Stammheim im achten Satz wieder in starke Bedrängnis kam. Stark unter dem Angriffsdruck Offenburgs stehend kam Stammheim zu selten in ruhige Aufbauposition und musste sich mit 5:11 im letzten Satz und somit im Spiel 3:5 geschlagen geben.

"Die Leistung heute war gemessen an unseren Möglichkeiten nicht schlecht", bilanzierte Teammanager Alwin Oberkersch nach der Partie. "Aber wenn wir bei einer 3:5 Niederlage gegen ein Team aus der unteren Tabellenhälfte unsere Leistung als odentlich betrachten, zeigt das deutlich, dass wir noch viel Entwicklungsarbeit vor uns haben um uns wieder in der 1. Liga zu etablieren."

Am kommenden Wochenende steht in eigener Halle der Saisonabschluss bevor. Mit dem TV Käfertal ist dann erneut ein Team aus der unteren Tabellenhälfte zu Gast, gegen den weitere Satzgewinne Pflicht sind. Im Gespräch ist hierbei aktuell noch eine Verlegung des Spielbeginns von 16.00 auf 19.00 Uhr, da die Stammheimer Frauen am gleichen Tag um die Aufstieg in die 1. Bundesliga spielen und man einer Terminkollision möglichst aus dem Weg gehen möchte.

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